Aargauer Volksblatt (1888-1992)

1.1 Signatur
U.06
1.2 Titel

Aargauer Volksblatt

1.3 Datum

1888-1992

1.4 Verzeichnungsstufe

Bestand

1.5 Umfang

4 lfm

2.1 Ersteller

Buchdruckerei AG Baden, Redaktion Aargauer Volksblatt

2.3 Bestandeshistorie

Das Redaktionsarchiv wurde dem Stadtarchiv im Dezember 1992 zur dauernden Aufbewahrung übergeben.
Nach der Einstellung des Aargauer Volksblatts offerierte die Buchdruckerei AG Baden das redaktionelle Bildarchiv dem Badener Tagblatt, wobei die Garantie verlangt wurde, dass die Unterlagen für öffentliche Institutionen weiterhin zur Verfügung stehen müssen.
Die Druckausgabe des Aargauer Volksblatts gehört nicht zu diesem Bestand sondern zu Y.Per.II.2. Zudem ist die Druckausgabe vollständig in der Aargauer Kantonsbibliothek und in der Nationalbibliothek vorhanden (die Exemplare beider Bibliotheken wurden 1992 aus den Beständen der Buchdruckerei AG Baden komplettiert) (siehe Nachweisakten Nr. 97).

Taxonomie

Provenienz: Buchdruckerei AG Baden, Redaktion Aargauer Volksblatt
Das Aargauer Volksblatt erschien 1911-1992 (31.10.) als Tageszeitung in Baden. Es entstand aus dem Bezirksparteiblatt "Badener Volksblatt" und war Organ der Katholisch-konservativen Partei des Kantons Aargau. Es wurde vom Katholischen Presseverein Baden herausgegeben. Gedruckt wurde es bis 1930 in der Druckerei A. Heller. Als Heller den Druckvertrag mit dem Presseverein nicht mehr erneuern wollte, kaufte der Presseverein die Druckerei und wandelte sie 1931 in die Buchdruckerei AG Baden um, in deren Verwaltungsrat er Einsitz nahm. 1976 gingen die Verlagsrechte vom Presseverein an die Buchdruckerei AG Baden über. Das Blatt unterlag seit den 1960er-Jahren einem steten Abonnentenschwund. Die Buchdruckerei AG Baden forcierte daher den Ausbau zur Akzidenzdruckerei. Seit den 1970er-Jahren kooperierte das AV mit dem "Badener Tagblatt", wo das Blatt auch gedruckt wurde und an dessen Verlag 1992 die Verlagsrechte übergingen. Das Blatt hatte zuletzt noch eine Auflage von rund 6000 Exemplaren.

3.1 Form und Inhalt

Es handelt sich um ein Handarchiv bzw. eine Dokumentation der Redaktion mit Zeitungsausschnitten, Pressemappen, Broschüren und teilweise zugehörigen Fotos. In erster Linie umfasst es die zweite Hälfte der 1980er-Jahre, wobei einzelne Dossiers in die 70er- und 60er-Jahre zurückreichen (vor allem Gemeinden Bezirk Zurzach und Dossiers Nationalstrassenbau). Die Unterlagen widerspiegeln die unterschiedliche, über die meiste Zeit nicht koordinierte Ablagetechnik der einzelnen Redaktorinnen und Redaktoren; es kann nicht als vollständig bezeichnet werden. Seit etwa 1988 wurden die Dossiers nur noch in Einzelfällen ergänzt, da die Archivierung der Zeitungsartikel bzw. deren Leads elektronisch erfolgte.

3.2 Bewertung und Kassation

Eliminiert wurden: Handnotizen der Redaktorinnen und Redaktoren, problemlos zugängliche Broschüren wie Gemeindebudgets und Gemeindeversammlungsvorlagen, doppelt vorhandene Unterlagen, offensichtlich sachfremde oder nicht regions-/kantonsbezogene Unterlagen.

3.3 Neuzugänge

Gemäss Vertrag kann die Buchdruckerei AG Baden jederzeit weitere Unterlagen hinzufügen. Mit einem Zuwachs ist jedoch nicht zu rechnen.

3.4 Ordnung und Klassifikation

Die Ordnung in fünf Unterbestände und die Klassifikation der Serien und Dossiers wurde vom Stadtarchiv vorgenommen.

4.1 Zugangsbestimmungen

Frei mit Ausnahme des Unterbestands U.06.5, Chefredaktion, der eine Schutzfrist von 30 Jahren (bis maximal 2022) geniesst. Die Buchdruckerei AG Baden bzw. deren Rechtsnachfolger können Ausnahmebewilligungen erteilen.

5.3 Verwandte Verzeichnungseinheiten

Druckausgabe des Aargauer Volksblatts in der Stadtbibliothek Baden, 1911-1992, alles Erschienene.

7.1 Bearbeiter/in

Andreas Steigmeier

7.3 Verzeichnungsdatum

23.03.2009